• Melanie

Montag, 26.07.2021

Grüner Gürtel für Madrid ++ Pflanzenkreisel ++ Foodsharing ++ Kind und Psyche ++

🎵 STIMMUNGSHEBER DES TAGES 🎵

SELBSTFÜRSORGE

Löse ein (Kreuzwort-)Rätsel.


Guten Morgen Held:in,

das sind deine guten Neuigkeiten des Tages. 🤩 YEAH-News

  • USA und GB verbieten Haiflossen-Handel. Mehr

  • Neues Zentrum für gefährdete Sprachen in Berlin. Mehr

  • San Jose führt Haftpflicht-Versicherung für Waffenbesitzer ein. Mehr

  • Madrid bekommt einen "grünen Gürtel". Mehr

🤗 #feelgood Anregung

  • Pflanzenkreisel: Das Kleinanzeigenportal für Pflanzen. Mehr

  • Wie wir mithilfe eines Bullet Journals bei uns selbst ankommen. Mehr

  • Kind und Psyche: 7 Anzeichen für Probleme. Mehr

  • Foodsharing: Lebensmittel retten und verteilen – wie du dabei helfen kannst. Mehr

🥰 Today’s Inspiration


- GEDANKENVERKEHR -

Meine Lieben,

am Freitag hatte ich ja das Schulprojekt. Es war total schön. Die Schüler:innen waren sehr dankbar, dass wir da waren und keine Lehrer:innen anwesend waren. Wir sprachen ganz offen über psychische Gesundheit. Was auch bedeutet, dass wir uns ein Stimmungsbild machen und den Schüler:innen zuhören. Und da erfährt man auch vieles, das schmerzt. Vieles, bei dem ich am Liebsten sofort handeln würde.

Hier kommen die Dinge, die uns die Schüler:innen erzählt haben und mich sehr bewegt haben:

Sie berichten...

1. Sie haben das Gefühl, sie würden gar nicht richtig gesehen und gehört werden (von Eltern und Lehrer:innen gleichermaßen)

2. Sie sollen sich aber wie Erwachsene verhalten, werden aber nicht so behandelt

3. Sie finden, die Jugend ist dafür da, Spaß zu haben und viele Dinge auszuprobieren. Viele finden, dass sie das gar nicht können, weil sie viele Erwachsenenthemen stemmen müssen

4. Unter anderem verspüren sie den Druck für die Klimakrise verantwortlich zu sein, weil sie die Zukunft dieses Planeten sind

5. Jedoch finden sie dann auch, dass die Politik nicht allzu viel für sie macht, sondern eher für die Erwachsenen.

6. Einige beschäftigen sich gerade mit der Trennung der Eltern

7. Andere berichten, Putzen, Aufräumen oder Kochen ist während der Lockdowns zu deren neuen Hobbies geworden (IRONIE), da sie zwar genau so zuhause waren wie die Eltern, diese jedoch arbeiten mussten und sie dann viele Aufgaben übernahmen (übernehmen mussten)

8. Schrieben während des Home Schoolings keine Prüfungen/Klausuren, dafür dann während der Präsenz teilweise bis zu 4 Stück pro Woche.

9. wünschen sich viel mehr solcher Kultur- und/oder Projekttage

10. Ihnen wird gesagt, dass sie es später sehr schwer haben werden, weil es kaum Jobs für sie geben wird oder auch Ausbildungen und das Studium länger dauern würde

Natürlich ist dies nur ein kleiner Auszug aus den 5 Stunden von einer Klasse und bestimmt ist nicht alles schlecht, aber neben all dem stecken sie ja auch noch in der Identitätsbildung und der Pubertät. Und es geht ja auch genau darum. Darum, zuzuhören. Darum, mit diesen jungen Menschen zu sprechen. Sie zu sehen, ihnen eine Stimme zu geben, sie ernst zu nehmen.

Rufen wir uns nochmal ins Gedächtnis, dass 75% aller psychischen Erkrankungen vor dem 24. Lebensjahr beginnen. Mir scheint, als wird diese Klasse sehr entmutigt. Ich bin keine Lehrerin und ich habe großen Respekt vor diesem Beruf. Schließlich sind sie Bindeglied zwischen Schüler:innen und Eltern. Und Eltern können bestimmt auch ziemlich ekelhaft sein. Darüber hinaus sind psychische Erkrankungen auch im Bildungssektor stigmatisiert.

Irgendwie ein ganz schön großer Systemfehler. Wieder mal umso wichtiger, hinzusehen, zuzuhören und versuchen einen kleinen Beitrag zu leisten.

Am Mittwoch bin ich bei einer anderen Klasse. Ich bin gespannt, wie das Stimmungsbild da ist.


- ENDE -


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